Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Für mehr Bio-Gemüsebau für alle in Vorarlberg

Vergangenes Wochenende stand der WirkRaum ganz im Zeichen des Anbaues von Gemüse, Obst, Beeren, Kräuter und Pilzen.

"Solidarische Landwirtschaften, Gemeinschaftsgärten, Essbare Landschaften und Gemeinden tragen ein großes Potential in sich und gleichzeitig stehen solche Gemüseprojekte vor verschiedensten Herausforderungen", erzählt Stefan Schartlmüller und führt weiter aus: "Vor allem zur Verfügung gestellte Nutzflächen sind oft nicht langfristig gesichert. Ebenso wie ein Wissenstransfer und die Bildung in diesem Bereich noch auszubauen ist." Er war es, der mit einem kleinen Team um sich zur "Projektschmiede Gemüseallmende" einlud. Über 40 Interessierte haben sich darauf angemeldet, wovon aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen 30 Experten dann vor Ort in Dornbirn mit dabei waren. Allen gemein war das Anliegen den ökologischen und regionalen Gemüsebau voran zu treiben.

Rahmenbedingungen schaffen

Das Potenzial in der Sache wurde durch die diverse Menschengruppe und die Impulse von Pionierprojekten klar sichtbar. Die Fragestellung "Wie können förderliche Rahmenbedingungen für (gemeinschaftlichen) Gemüsebau in Vorarlberg geschaffen werden?" zog sich durch die beiden Halbtage dieser öffentlich ausgeschriebenen Tagung. Es wurde ganz intensiv, ehrenamtlich und kreativ geschafft mit dem Ziel den Selbstversorgungsgrad an Gemüse, Obst, Kräuter, Beeren zu erhöhen und öffentliche wie landwirtschaftliche Flächen dafür zu nutzen.

Hochkarätige Impulse dafür gab es von Agrarwissenschaftlerin und Gartenbuchautorin Andrea Heistinger, David Stanzel vom österreichweiten Netzwerk Gartenpolylog, Christoph Klocker von der Netzwerkstelle Tirol, David Steyrer von der Solidarischen Landwirtschaft in Ravensburg, Isabella Moosbrugger aus Bezau und Thomas Mathis von Essbare Stadt Dornbirn.

Es ist ein Netzwerk an interessierten Menschen mit Kompetenz, Wissen und Netzwerken entstanden, die so in Vorarlberg noch nie zusammengearbeitet haben. Und das für mehr biologischen Gemüsebau für alle in Vorarlberg. "Dezentral in Solidarischen Landwirtschaften, Gemeinschaftsgärten, Schulgärten, Nachbarschaftsgärten, Privatgärten, durch Bio-Erwerbsgemüsebau und essbarer Freiraumgestaltung in Gemeinden und Städten", fasst die Simone König von der Bodenseeakademie zusammen. Das Gemüse solle Privathaushalten ebenso wie der Außer-Haus-Verpflegung durch Kantinen und Restaurants, Schulküchen, Küchen von Sozialeinrichtungen, Tourismusbetrieben und Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung stehen, ergänzt König. Dabei sollen alle Essenden und Essen-Produzierenden ganz im Sinne der Ernährungssouveränität mit einbezogen werden.

"Wir werden auch Lagerräumlichkeiten für Gemüse in den einzelnen Quartieren von jeweils 500 bis 800 Menschen in Zukunft benötigen, die im Wohnbau zu berücksichtigen sind", so Wilfried Flatz von NENA V, einem Verein der sich für neue Nachbarschaften in Vorarlberg einsetzt.

Zusammen für mehr Gemüse aus Vorarlberg

Einig waren sich die Teilnehmer aus dem Obst- und Gartenkultur Vorarlberg, dem Umweltverband, der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Solidarischen Landwirtschaften, Schul- und Gemeinschaftsgärten wie Essbaren Gemeinden und landwirtschaftlichen Betrieben: Es gibt bereits so Vieles in Vorarlberg. Es braucht nun eine professionelle Vernetzung und Anlaufstelle in diesem Bereich, um Wissen und Ressourcen zu bündeln. Die Produzenten und die Landbewirtschaftung mittels Gemüsebaues solle gestärkt. "Wir wollen mehr Wertschätzung, Bewusstsein, Selbstverständlichkeit und Begeisterung rund um gesundes, regionales, saisonales, klimafreundliches Gemüse erzeugen", so Schartlmüller abschließend.

Ermöglicht wurde diese professionell moderierte und gestaltete Veranstaltung durch Jutta Gnaiger-Rathmanner von der Impulse Privatstiftung.

Text und Fotos ©Andrea Blum | Büro für nachhaltige Kommunikation

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