Fachverband der Baumwärter Vorarlbergs
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OGV Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Laubarbeiten an Reben

Bei schönstem Sonnenschein treffen sich die Mitglieder des Baumwärterverbandes im Weinberg von Robert Gohm in Röns

n der kleinen Walgaugemeinde Röns wurde schon vor vielen Jahren der Weinbau wiederbelebt. Mittlerweile bauen 6! Winzer an den sonnigen Hängen ihre Weintrauben an und keltern daraus Weine, die sich vor jenen der klassischen Weinbaugebiete in Österreich nicht zu verstecken brauchen.

Wir treffen uns in einer Parzelle, wo seit 35 Jahren die Sorte Müller Thurgau kultiviert wird. Zuerst erläutert Robert Gohm in der Theorie grundsätzliches zur Rebe und was zu dieser Jahreszeit an Arbeiten ansteht.

Damit die Reben gut gedeihen, ist zuallererst eine gute Grundversorgung an Wasser nötig. Als Schutz vor Verdunstung haben die Blätter eine Wachsschicht auf der Oberseite. Dennoch braucht ein Rebstock bis zu 300 Liter/m²/Jahr an Wasser. Schon im Frühjahr bestimmt der Bauer mit dem Schnitt das Ernteziel. Es werden pro Stock 8-10 Triebe belassen, und je Rute 2 Trauben. Somit können im optimalen Verlauf 1,8 bis 2 kg Trauben geerntet werden - was ca. 2 Liter Wein ergibt.

Dieses Jahr hat der Regen die Blüte etwas zurückgehalten und es sind viele Trauben verrieselt. Die ersten Blätter werden aus dem Depot des Weinstockes ernährt. Nach etwa 100 Tagen sind diese nicht mehr so leistungsfähig und werden zum Teil im unteren Bereich um die Trauben ausgebrochen. Aber nur nach und nach, da die Gefahr des Sonnenbrandes besteht. Auch das Blatt/Fruchtverhältnis muss dabei berücksichtigt werden. Jede Traube braucht etwa 10 gut besonnte und gesunde Blätter, um genug Zucker für die Früchte zu produzieren.

Nun geht es an den Praxisteil. Sämtliche Ruten werden zwischen den gespannten Drähten eingefädelt und müssen gerade nebeneinanderstehen. Der Trieb für den nächstjährigen Kordon wird bestimmt und noch überzählige Triebe, sowie die Geiztriebe bis zur Traube ausgebrochen. Die Geize über den Trauben werden belassen - die frischen Blätter produzieren den nötigen Zucker für die Weintrauben.

Die Länge der Ruten wird im nächsten Arbeitsgang Anfang Juli mit ca. 1,20 m Trieblänge begrenzt.

Der Weinbauer, Robert Gohm, unterstreicht die Wichtigkeit der Laubarbeiten als Vorbeugung gegen Krankheiten, allen voran der gefürchtete Mehltau.

Im Anschluss begeben wir uns zu Gohm's nach Düns zum gemütlichen Baumwärterhock. Hier grillt Obmann Armin Rauch köstliches vom Bioschwein, Elmar Speckle und Sigrid Schertler haben Kuchen beigesteuert.

Robert Gohm kredenzt seine vorzüglichen Weine, die von den über 40 Teilnehmern bei einem sagenhaften Ausblick über das Walgau gerne verkostet werden.

Herzlichen Dank dem ganzen Organisationsteam und Familie Gohm für die tolle Veranstaltung.

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